Wir bearbeiten einzelne HDDs und SSDs ebenso wie Server, NAS, RAID-Systeme, virtuelle Umgebungen, Datenbanken und komplexe Storage-Systeme. Bei geschäftskritischen Ausfällen wird zuerst geklärt, welche Systeme betroffen sind und welche Datenbereiche Priorität haben. So kann die technische Bearbeitung auf die tatsächlichen betrieblichen Anforderungen ausgerichtet werden.
Für dringende Fälle steht eine priorisierte Express-Bearbeitung zur Verfügung. Bereits bei der ersten Abstimmung werden Systemtyp, Fehlerbild, Ausfallwirkung und Transportweg geklärt, damit nach Eingang ohne vermeidbare Verzögerungen begonnen werden kann. Bei geeigneten Fällen kann zusätzlich ein Vor-Ort-Einsatz abgestimmt werden.
Ein Vor-Ort-Einsatz kann sinnvoll sein, wenn ein System aus organisatorischen, sicherheitsrelevanten oder technischen Gründen nicht ohne Weiteres transportiert werden kann. Nicht jede Datenrettung lässt sich jedoch sinnvoll direkt am Produktivsystem durchführen. Häufig ist es sicherer, zunächst kontrolliert Sicherungen oder Images zu erstellen und die eigentliche Rekonstruktion im Labor fortzusetzen.
Ja, wir bearbeiten unter anderem beschädigte Datastores, virtuelle Disks und Datenstrukturen aus gängigen Virtualisierungsumgebungen. Wichtig ist die Trennung zwischen dem physischen Speicherproblem und der darüberliegenden virtuellen Struktur. Bei komplexen Fällen wird deshalb erst die technische Basis gesichert und anschließend die VM- beziehungsweise Dateisystemebene rekonstruiert.
Ja, sofern die zugrunde liegenden Datenbereiche noch verfügbar oder rekonstruierbar sind. Nach der physischen beziehungsweise logischen Sicherung können Datenbankdateien, Mailstores und andere Anwendungsdaten gezielt ausgewertet werden. Ob eine Applikation anschließend sofort wieder produktiv nutzbar ist, hängt zusätzlich vom Konsistenzzustand der jeweiligen Anwendung ab.
Unternehmensdaten werden nur im für Analyse und Wiederherstellung notwendigen Umfang verarbeitet. Zugriffe und technische Arbeitsschritte werden intern dem jeweiligen Auftrag zugeordnet; gerettete Daten werden verschlüsselt zurückgegeben. Bei besonderen Datenschutz-, NDA- oder Dokumentationsanforderungen können diese vor Auftragsbeginn abgestimmt werden.
Die Analyse ist eine eigenständige technische Leistung und wird entsprechend der gewählten Analyseoption berechnet. Auf Grundlage des Befunds erhalten Sie anschließend ein Angebot für den Rettungsversuch. Damit sind technische Ausgangslage, Kostenrahmen und gewünschte Priorität geklärt, bevor die eigentliche Datenrettung startet.
Das hängt davon ab, ob noch unveränderte Datenbestände, Snapshots, Replikate, Backups oder technisch nutzbare Dateiversionen vorhanden sind. Datenrettung ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer Entschlüsselung der Schadsoftware. Bei solchen Vorfällen sollte außerdem zwischen Wiederherstellung der Daten und Incident-Response beziehungsweise forensischer Ursachenanalyse unterschieden werden.
Wir können technische Informationen zur geretteten Datenstruktur und zum Zustand der betroffenen Speichermedien bereitstellen. Die eigentliche Wiederinbetriebnahme sollte mit der internen IT oder dem betreuenden Systemhaus abgestimmt werden. Bei RAID- und Storage-Fällen kann besonders wichtig sein, nicht den beschädigten Ausgangszustand ungeprüft wieder produktiv zu setzen.
Ein nicht erreichbares Volume kann durch Dateisystemfehler, Firmwareprobleme, defekte Elektronik, beschädigte Köpfe oder Fehler in einer übergeordneten Storage-Struktur verursacht werden. Die Symptome allein reichen deshalb nicht für eine sichere Diagnose. Erst die technische Analyse zeigt, auf welcher Ebene der Zugriff scheitert und welche Sicherungsstrategie sinnvoll ist.
Ja. Bei BitLocker, FileVault und anderen Verschlüsselungslösungen wird zunächst geklärt, welches Schlüsselmaterial, welche Authentisierung und welches Originalsystem noch vorhanden sind. Liegt ein gültiger Schlüssel vor, kann die Datenrettung nach Stabilisierung des Speichers fortgesetzt werden; fehlt er, ist eine individuelle technische Prüfung notwendig.
Vermeiden Sie wiederholte Neustarts, automatische Reparaturversuche und unkontrollierte Rebuilds. Dokumentieren Sie sichtbare Fehlermeldungen und den aktuellen Zustand, ohne Konfigurationen zu ändern. Anschließend sollte geklärt werden, ob einzelne Datenträger, das komplette System oder zusätzliche Controller- und Konfigurationsinformationen benötigt werden.
Ja. Bei Unternehmensfällen stimmen wir uns häufig direkt mit Administratoren, IT-Leitungen oder betreuenden Systemhäusern ab. Das erleichtert die Rekonstruktion komplexer Umgebungen, weil Informationen zu RAID-Konfiguration, Virtualisierung, Applikationen und Prioritätsdaten direkt in die technische Bearbeitung einfließen können.
Die Rückgabe erfolgt grundsätzlich verschlüsselt. Je nach Datenmenge und Fall können verschlüsselte Datenträger oder andere abgestimmte Übertragungswege eingesetzt werden. Vor der Übergabe kann zusätzlich eine Dateiliste beziehungsweise eine Prüfung der relevanten Datenbereiche vereinbart werden.
Ja, unsere Arbeit ist nicht auf klassische Einzelplatten oder kleine NAS-Systeme beschränkt. Auch große RAID-, Server- und Storage-Umgebungen mit vielen Laufwerken und sehr großen Datenmengen können strukturiert analysiert und rekonstruiert werden. Bei solchen Fällen werden Transport, Arbeitskopien, Prioritätsdaten und benötigte Zielkapazitäten individuell geplant.
In bestimmten Einzelfällen kann ein Zugriff auch ohne vorliegenden Recovery Key möglich sein. BitLocker besitzt keinen allgemeinen Master-Key; die Verschlüsselung ist so ausgelegt, dass der Zugriff an vorhandene Schutzmechanismen und Schlüssel gebunden bleibt. Wenn das Originalgerät vorhanden ist, prüfen wir, ob gerätegebundenes Schlüsselmaterial, der TPM-Zustand oder eine andere systemspezifische Methode einen individuellen Zugriff ermöglicht. Eine Erfolgsgarantie gibt es dafür nicht.
Bei ausgewählten Modellen und Betriebssystemständen kann eine gerätespezifische Entsperrung oder Datenextraktion möglich sein. Aktuelle Smartphones verwenden hardwaregebundene Verschlüsselung und Schutzmechanismen gegen Passcode-Angriffe, daher gibt es keine universelle Lösung. Wir prüfen vorhandene Spezialverfahren und bei geeigneten Fällen auch die Entwicklung eines individuellen Zugriffs. Das Gerät sollte vorher weder zurückgesetzt noch aktualisiert werden.
Ein Reset löscht in vielen Fällen genau die lokalen Informationen und Schlüsselbeziehungen, die für eine individuelle Datenextraktion benötigt werden könnten. Gleiches kann für Neuinstallation, Firmware-Update oder den Austausch sicherheitsrelevanter Originalkomponenten gelten. Für die technische Prüfung ist deshalb der unveränderte Originalzustand besonders wertvoll.
Weitere Informationen finden Sie unter BitLocker-Entschlüsselung und Datenrettung bei Smartphones.